📅 8. October 2026
Weniger Fleisch, weniger Krebs? Was eine große Studie jetzt zeigt
Mehr Gemüse, Linsen und Co. auf unserem Teller? Auf jeden Fall. Denn wer auf Fleisch verzichtet, senkt damit auch sein Krebsrisiko.
Dass eine pflanzenbetonte Ernährung gesund ist, wissen wir längst. Aber kann sie tatsächlich vor Krebs schützen? Und macht es einen Unterschied, ob wir vegetarisch oder komplett vegan essen?
Ein internationales Forschungsteam aus Großbritannien, Norwegen und Deutschland hat dazu die Ergebnisse von 17 wissenschaftlichen Studien ausgewertet.
Menschen, die sich vegetarisch ernährten, hatten im Vergleich zu Nicht-Vegetariern ein durchschnittlich 13 Prozent geringeres Krebsrisiko.
Bei vegan lebenden Menschen lag das relative Risiko für Krebserkrankungen insgesamt sogar 23 Prozent niedriger.
Besonders interessant: Bei vegetarischer Ernährung zeigten sich auch für einzelne Krebsarten deutliche Unterschiede.
Magenkrebs: 45 Prozent geringeres relatives Risiko
Dickdarmkrebs: 21 Prozent geringeres Risiko
Bauchspeicheldrüsenkrebs: 23 Prozent geringeres Risiko
Brustkrebs nach den Wechseljahren: 19 Prozent geringeres Risiko
Allerdings ist die wissenschaftliche Beweislage nicht bei allen Krebsarten gleich stark. Und die Ergebnisse bedeuten natürlich nicht, dass Vegetarier oder Veganer keinen Krebs bekommen können.
Denn eine ausgewogene pflanzenbetonte Ernährung liefert uns viele Ballaststoffe, Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe. Gleichzeitig kann sie dabei helfen, ein gesundes Körpergewicht zu halten.
Und das Beste: Wir müssen dafür nicht gleich unsere gesamten Essgewohnheiten auf den Kopf stellen.
Wie wäre es beispielsweise mit einem leckeren Linsencurry statt Gulasch? Mit einer Gemüsepfanne statt Schnitzel? Oder mit einem herzhaften Bohnenchili statt Hackfleischsoße?
Mit zunehmendem Alter wird es besonders wichtig, auf unsere Gesundheit zu achten. Dazu gehört auch, was täglich auf unserem Teller landet.
Wer sich überwiegend pflanzlich ernährt, sollte allerdings darauf achten, ausreichend Eiweiß und wichtige Nährstoffe aufzunehmen. Bei veganer Ernährung muss insbesondere Vitamin B12 zuverlässig ergänzt werden.
Und noch etwas ist wichtig: Die Untersuchung zeigt Zusammenhänge, beweist aber nicht, dass allein der Fleischverzicht das geringere Krebsrisiko verursacht. Auch andere Lebensgewohnheiten können eine Rolle spielen.
Probiert neue Rezepte aus, entdeckt Hülsenfrüchte und experimentiert mit frischen Kräutern und Gewürzen.
Denn gesundes Essen bedeutet nicht Verzicht, sondern kann eine wunderbare Entdeckungsreise sein!
Und wenn wir damit möglicherweise auch noch unser Krebsrisiko senken können, schmeckt das Gemüse gleich doppelt so gut.
Wissenschaftliche Quelle: Systematischer Review mit Metaanalyse eines internationalen Forschungsteams aus Großbritannien, Norwegen und Deutschland. Auswertung von 17 Studien zum Zusammenhang zwischen vegetarischer beziehungsweise veganer Ernährung und dem Auftreten verschiedener Krebsarten.