← Alle Artikel
Blog

Ehrenamt statt Einsamkeit: Warum Helfen auch uns selbst glücklich macht

📅 8. October 2026

Ehrenamt statt Einsamkeit: Warum Helfen auch uns selbst glücklich macht

Denn gebraucht zu werden, etwas zu bewegen und dazuzugehören – das sind wunderbare Zutaten für ein erfülltes Leben. Mit 50, 60, 70 und weit darüber hinaus!

Ich habe heute einen wunderbaren Tipp für euch! Einen, der nicht nur anderen Menschen guttut, sondern auch uns selbst. Der uns gebraucht fühlen lässt, neue Freundschaften ermöglicht und unserem Leben einen zusätzlichen Sinn gibt: ein Ehrenamt!

 

Vielleicht kennt ihr das: Die Kinder sind längst aus dem Haus, der Ruhestand rückt näher oder hat schon begonnen. Plötzlich ist da mehr Zeit. Zeit, auf die wir uns lange gefreut haben. Aber manchmal stellt sich auch die Frage: Was fange ich eigentlich damit an?

 

Wie wäre es, einen Teil dieser Zeit zu verschenken? Nicht einfach irgendwem, sondern Menschen, Tieren oder Projekten, die unsere Unterstützung wirklich brauchen.

 

Wer anderen hilft, tut auch sich selbst etwas Gutes

 

Ehrenamtliches Engagement kann sich positiv auf unser seelisches Wohlbefinden auswirken. Studien zeigen Zusammenhänge zwischen freiwilligem Engagement, höherer Lebenszufriedenheit, einem stärkeren Gefühl von Sinnhaftigkeit und teilweise auch einer besseren psychischen Gesundheit.

 

Warum das so ist? Ganz einfach: Wir Menschen möchten gebraucht werden. Wir möchten etwas bewirken, dazugehören und erleben, dass unser Handeln einen Unterschied macht.

 

Und genau das schenkt uns ein Ehrenamt: das wunderbare Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun.

 

Wenn sich jemand ehrlich bedankt, ein Kind durch unsere Unterstützung Fortschritte macht oder ein älterer Mensch sich über unseren Besuch freut, dann bekommen wir etwas zurück, das man nicht kaufen kann: Wertschätzung.

 

Ein Ehrenamt ist auch ein wunderbares Mittel gegen Einsamkeit

 

Gerade in der zweiten Lebenshälfte verändern sich unsere sozialen Kontakte. Kolleginnen und Kollegen fallen mit dem Ruhestand weg, Freundschaften verlaufen sich, manchmal verlieren wir auch einen geliebten Menschen.

 

Ein Ehrenamt kann hier neue Türen öffnen.

 

Wir treffen Menschen mit ähnlichen Interessen, arbeiten gemeinsam an einer Aufgabe und kommen ganz selbstverständlich miteinander ins Gespräch.

 

Aus regelmäßigen Begegnungen können Bekanntschaften und echte Freundschaften entstehen.

 

Das Schöne daran: Wir müssen nicht erst nach Anschluss suchen. Wir sind von Anfang an Teil einer Gemeinschaft.

 

Endlich Zeit für das, was uns wirklich am Herzen liegt!

 

Vielleicht habt ihr schon immer Tiere geliebt? Dann freut sich womöglich ein Tierheim über eure Unterstützung.

 

Ihr könnt gut zuhören? Besuchsdienste für ältere oder einsame Menschen suchen vielerorts engagierte Helferinnen und Helfer.

 

Ihr liebt Bücher? Vielleicht wäre eine Lesepatenschaft in einer Schule genau das Richtige.

 

Oder ihr bringt berufliche Erfahrung mit, die ihr gerne weitergeben möchtet? Auch Vereine, soziale Einrichtungen und gemeinnützige Projekte können davon profitieren.

 

Das Beste: Ihr entscheidet selbst, wie viel Zeit ihr investieren möchtet. Ein paar Stunden im Monat können bereits einen Unterschied machen.

 

Eine Aufgabe, die unserem Leben Sinn gibt

 

Viele Menschen erleben den Ruhestand zunächst als große Freiheit. Endlich keine Termine, keine Verpflichtungen, kein Wecker!

 

Doch nach einer Weile vermissen manche genau das, was früher selbstverständlich war: eine Aufgabe, Verantwortung und das Gefühl, gebraucht zu werden.

 

Ein Ehrenamt kann diese Lücke füllen. Es gibt unserem Alltag Struktur, schafft Erfolgserlebnisse und stärkt das Selbstwertgefühl.

 

Und auch unser Kopf bleibt in Bewegung: Wir lernen neue Menschen kennen, lösen Probleme, organisieren, kommunizieren und entdecken vielleicht sogar Fähigkeiten, von denen wir bisher gar nichts wussten.

 

Wichtig ist nur, dass aus der freiwilligen Aufgabe keine neue Belastung wird. Ein Ehrenamt soll Freude machen und zu unseren Möglichkeiten passen.

 

Mein Tipp für euch: Verschenkt ein bisschen Zeit – und bekommt ganz viel zurück!

 

Überlegt einmal, was euch wirklich am Herzen liegt. Kinder? Tiere? Natur? Kultur? Menschen, die Unterstützung brauchen?

 

Dann schaut euch in eurer Stadt oder Gemeinde um. Viele Freiwilligenagenturen, Vereine und soziale Einrichtungen freuen sich über Menschen, die mitmachen möchten.

 

Und wer weiß? Vielleicht entdeckt ihr dabei nicht nur eine neue Leidenschaft, sondern auch neue Freundschaften.

 

Denn gebraucht zu werden, etwas zu bewegen und dazuzugehören – das sind wunderbare Zutaten für ein erfülltes Leben. Mit 50, 60, 70 und weit darüber hinaus!

 

Und genau darum geht es doch bei 50plus ist fabelhaft: aktiv bleiben, Menschen kennenlernen und das Leben mit Sinn und Freude füllen.


Wissenschaftlicher Hintergrund: Die positiven Zusammenhänge zwischen ehrenamtlichem Engagement und Wohlbefinden wurden unter anderem in einer systematischen Übersichtsarbeit von Jenkinson und Kollegen untersucht.

Quelle: Jenkinson, C. et al. (2013): Is volunteering a public health intervention? A systematic review and meta-analysis of the health and survival of volunteers. BMC Public Health, 13, 773. https://doi.org/10.1186/1471-2458-13-773

Die Forschung zeigt überwiegend positive Zusammenhänge zwischen freiwilligem Engagement und Gesundheit. Allerdings lässt sich daraus nicht für jeden Menschen ein unmittelbarer gesundheitlicher Nutzen ableiten.

← Alle Artikel
🏡 Wohnen 🎯 Aktivitäten

50plus ist fabelhaft wird unterstützt von:

Anzeige Anzeige Anzeige Anzeige Anzeige Anzeige

Anzeige